Pressebericht

Hockeyabteilung

Aktualisiert am
Dienstag, 13. März 2018 17:18
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Bericht:  Christoph Erbelding

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Klaus Castor

Bad Kreuznach. Zwei Wochen ist es her, dass nach dem Männerteam des Kreuznacher HC aus der Ersten Hockey-Regionalliga in der Halle auch die Frauenequipe aus der Zweiten Regionalliga abgestiegen ist.

 

 

Was macht dieser doppelte Rückschlag mit dem Verein, der mit seinen Männern im Jahr 2017 noch in der Zweiten Bundesliga vertreten war? Stefan Tullius, als Vorsitzender im Vorstand des KHC für den Bereich Verwaltung zuständig, nimmt Stellung zur Situation bei den Rot-Weißen.

 

 

Der Kreuznacher HC ist mit seinen beiden Hockeyteams in der Halle aus der Ersten und Zweiten Regionalliga abgestiegen. Mit etwas Abstand: Mit bewerten Sie diesen Doppel-Abstieg der Männer und Frauen? Das ist kein Beinbruch für die beiden Mannschaften. Bei den Herren ist es sicher nicht einfach gewesen, in dieser starken Liga zu bestehen, und die knappen Ergebnisse haben gezeigt, dass die Mannschaft durchaus ligatauglich ist. Seit der Zweiten Bundesliga haben 20 Spieler den Kader der Ersten und Zweiten Herren verlassen. So etwas kann man nicht kompensieren. Bei den Damen fehlten am Ende zwei Tore zum Klassenerhalt. Auch hier ist der Abstieg sicher ärgerlich, aber keine Tragödie. Hier spielt die Ligastruktur mit drei Absteigern bei sieben Mannschaften auch eine Rolle. Die Regelung ist unglücklich, aber nicht zu ändern.

 

Das Männerteam befindet sich in einem Umbruch. Welche Faktoren stimmen Sie zuversichtlich für die nächste Hallensaison? Ist der direkte Wiederaufstieg das Ziel?

Wir haben junge und gute Nachwuchsspieler, die darauf brennen, wieder aufzusteigen. Ihnen hat zum Teil auch die Erfahrung in den letzten Spielen gefehlt, das hat man deutlich gemerkt. Wir sind da sehr zuversichtlich und unterstützen den Wiederaufstieg.

 

Wie bewerten Sie die Arbeit von Trainer Christian Winkler? Gibt es an ihn Forderungen für die kommende Saison?

Christian hat gute Arbeit geleistet und unsere vollste Unterstützung. Wir sind hier nicht im Profibereich zu Hause. Die Spieler und auch der Trainer haben Familie, Ausbildung und Beruf. Manchmal geht das einfach vor, und auch das ist voll in Ordnung.

 

In der Reserve des KHC sind einige Akteure aktiv wie Andreas Beißmann, Benjamin Blaschke oder Jan Fürsicht, die der ersten Mannschaft helfen würden und für diese schon in der Zweiten Bundesliga gespielt haben, sich jedoch derzeit für das erste Team nicht mehr zur Verfügung stellen. Wie bewerten Sie das? Will der Verein mit diesen Spielern noch einmal Gespräche aufnehmen?

Wenn sich ein Spieler entschieden hat, den Trainingsaufwand zu reduzieren und die Vorbereitung oder das Ligaprogramm nicht mehr zu spielen, müssen wir das akzeptieren. Wir sind natürlich froh, wenn der ein oder andere Spieler seine Erfahrung einbringt und die jungen Spieler unterstützt. Christian ist mit allen im Gespräch. Wir haben in dieser Woche erfahren, dass Fabio Rauh aus Mainz wieder zurückkommt, und der ein oder andere Spieler steht noch zur Diskussion. Generell bleiben wir bei unserer Politik: Die Spieler spielen beim KHC, weil sie das selbst wollen, und nicht, weil sie in irgendeiner Form finanziell unterstützt werden.

 

 

Befürchten Sie den nächsten Abstieg in der anstehenden Restrunde im Feld in der Zweiten Regionalliga?

 

Da habe ich keine Sorge. Die Mannschaft muss sich aber gut vorbereiten. Die körperliche Fitness ist die halbe Miete. Das hat man deutlich in der letzten Saison gesehen: Hier war die letzte Viertelstunde immer entscheidend. Daran kann man arbeiten.

 

Das Frauenteam wurde in der abgelaufenen Saison in der Halle von vier Spielerinnen trainiert. Bleibt es auch im Feld bei dieser Lösung, oder steht der KHC in Verhandlungen mit externen Trainerkandidaten?

 

Gute Trainer zu bekommen, ist nicht einfach, zur Zeit fast unmöglich. Wir haben nicht die finanzielle Ausstattung, um einen hauptamtlichen Trainer zu engagieren. Die Hallenlösung war sicher nicht optimal, aber die Mannschaft hat das toll gelöst, allen voran Maya Eberts. In meinen Augen gab es einen super Nebeneffekt: Die Spielerinnen haben einen deutlich engeren Zusammenhalt gezeigt. Wir suchen natürlich weiter nach einer Trainerlösung.

 

Welches Ziel geben Sie dem Frauenteam für die Hallensaison in der Oberliga mit auf den Weg?

 

Die Zielvorgabe heißt klar Wiederaufstieg und gute Einbindung des jungen Nachwuchses.

 

 

 

Die Fragen stellte Christoph Erbelding
Oeffentlicher Anzeiger (West) vom Samstag, 10. März 2018, Seite 27

 


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