Pressebericht

Hockeyabteilung

Aktualisiert am
Mittwoch, 14. Februar 2018 16:15
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Bericht: Kim Zimmermann

Foto:     KHC

 

Weibliche Jugend B des Kreuznacher HC präsentiert sich auf der Süddeutschen Meisterschaft in München spielstark und sympathisch

Am vergangenen Wochenende hieß es für die weibliche Jugend B des Kreuznacher Hockey Clubs Koffer packen für München. Dort fand die Süddeutsche Meisterschaft der WJB statt, für die sich das junge Team aus sechs WJB- und sechs Mädchen A-Spielerinnen als Nachrücker qualifiziert hatte. Am Samstag und Sonntag trafen dort die acht besten WJB-Teams aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz / Saar aufeinander.

Bereits im ersten Spiel mussten die Mädels ihr ganzes Können abrufen, ging es doch direkt gegen einen der Favoriten, den Münchener SC, amtierender bayerischer Meister und späterer Süddeutscher Meister. Mit großem Respekt und dennoch selbstbewusst setzten die KHC-Mädels die taktischen Vorgaben des Trainerduos Kim Zimmermann und Nici Schleider perfekt um, agierten klug. Dennoch fiel bereits in Minute drei das erste Tor für den MSC. Die Kreuznacherinnen hielten aber entschlossen und ausdauernd dagegen und erspielten sich ihre Chancen in der recht körperbetonten Partie. So sorgte der Halbzeitstand von 1:0 für den MSC für die erste Überraschung des Turniers. Die zweite Halbzeit gingen die Kreuznacherinnen offensiver an, die Tore blieben jedoch aus. Gegen Ende der zweiten Halbzeit zollten sie den insgesamt drei verletzungsbedingten Ausfällen, die das junge Team viel Kraft gekostet hatten, Tribut und zeigten zudem Nerven. Gegen Ende der zweiten Halbzeit mussten weitere Treffer zum dennoch respektablen Endstand von 4:0 hinnehmen. Nicht nur die Turnierleitung, auch der gastgebende ESV München (bayerischer Vizemeister) honorierten diese Leistung: „Gegen den MSC muss man erstmal so mithalten. Da haben einige von uns ihre Probleme.“ Nicht unwesentlichen Anteil an dieser Leistung hatte die Kreuznacher Torfrau Nela Adamciak, die bereits im ersten Spiel durch starke Paraden auf sich aufmerksam machte.

In ihrer zweiten Partie gegen den hessischen Meister Wiesbadener THC fanden die KHC-Mädels nicht in ihr Spiel. Es ging Schlag auf Schlag, schnell lag Wiesbaden mit 4:0 in Führung. „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen“, analysierte Trainerin Kim Zimmermann das Ergebnis der ersten Halbzeit. Taktisch neu eingestellt starteten die Kreuznacherinnen in Halbzeit zwei und präsentierten sich nun deutlich offensiver mit einigen Torchancen jedoch erneut ohne Torausbeute. Zum Abpfiff der Partie hieß es 5:0 für den WTHC.

Im letzten Spiel des ersten Tages gegen den baden-württembergischen Vizemeister HC Ludwigsburg zeigte das KHC-Team erneut eine starke Leistung und konnte sich erstmals belohnen. Mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit brachten die KHC-Mädels Ludwigsburg zur Verzweiflung, mussten aber zur Halbzeit infolge individueller Fehler ein 3:0 hinnehmen. In Halbzeit zwei zeigten sie Spielwitz und wurden endlich mit Toren belohnt. Die starke KHC-Kapitänin Veronica Seibel, brachte ihrem Team durch eine Ecke den Anschlusstreffer zum 3:1 (18. Minute). Kurz darauf (19. Minute) erhöhte der HCL auf 4:1. Ein Schlagabtausch, in dem Marie Steinbrecher in Minute 20 auf 4:2 verkürzte. Die Kreuznacherinnen zeigten sich weiterhin kämpferisch und steckten gegen die spielstraken Ludwigsburger nicht auf, was in der letzten Spielminute mit dem 5:3 von Lilli Wetzel belohnt wurde. Im Live-Ticker resümierte man: „Kreuznach verkauft sich sehr sympathisch, unterliegt dennoch den spielstarken Ludwigsburgern.“ Auch Co-Trainerin Nici Schleider zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung ihrer Mädels, die „spätestens mit diesem Spiel gezeigt haben, dass sie hierhergehören.“

Für die KHClerinnen ging es am zweiten Tag damit um die Plätze 5-8. Erster Gegner war der hessische Meister Rüsselsheimer RK. Die Rüsselsheimer begannen druckvoll, womit sich das junge Kreuznacher Team anfangs sehr schwertat und in Minute 7 das 0:1 kassierte. Nela Adamciak parierte im weiteren Verlauf zuverlässig für die Kreuznacher, umgekehrt scheiterte Lilli Wetzel an der Rüsselheimer Torfrau. Der RRK dominierte die erste Halbzeit und ließ einige Chancen liegen. So blieb es zur Halbzeit beim 0:1. In der zweiten Halbzeit zeigten sich die Kreuznacherinnen deutlich präsenter und hatten ihren Gegner viel besser unter Kontrolle und spielte sich einige Chancen heraus, die leider nicht genutzt werden konnten. Am Ende mussten sie sich 0:2 geschlagen geben.

Im Spiel um Platz 7 ging es schließlich gegen den zweiten RPS-Teilnehmer, die TSG Kaiserslautern. Die Marschroute war ganz klar: „Wir wollen nicht als Letzter die lange Heimreise antreten“, so das Trainer-Duo. Es dauerte bis zur 11. Minute bis Lilli Wetzel ihr Team erlöste und eine Ecke in die Maschen bugsierte. Eine weitere Ecke konnte Veronica Seibel zum 2:0 Halbzeitstand verwandeln. Viele schöne herausgespielte Angriffe konnten leider nicht mit dem nötigen Biss zu Ende gespielt werden. Bei den Kontern der Kaiserlauterer konnten sich die KHC-Mädels erneut auf ihre Torfrau verlassen. Kurz vor Schluss gelang der stark spielenden Lilli Wetzel zuerst ein Pfostenschuss und schließlich der Treffer zum 3:0 Endstand.

Als siebtbeste Mannschaft Süddeutschlands machte sich das junge KHC-Team nach zwei intensiven Turniertagen und starken Partien auf den Heimweg. Mit im Gepäck: eine bereichernde und motivierende Erfahrung, gewachsenes Selbstvertrauen, die Anerkennung und den Respekt der gegnerischen Teams, Sympathiepunkte seitens Veranstalter und bayerischem Hockeyverband sowie vier Sichtungsvermerke vom DHB (Veronica Seibel. Lilli Wetzel, Dana Sieber, Nela Adamciak).

Mit dem Kreuznacher HC darf man in den nächsten Jahren rechnen und die KHC-Damen dürfen sich im Feld über Unterstützung durch die aufrückenden WJB-Mädels freuen.

Für den KHC spielten: Nela Adamciak, Nelly Böhm, Emma Grumbach, Laura Hilbert, Dana Sieber, Marie Steinbrecher, Elisa Budimir, Veronica Seibel, Lilli Wetzel, Lea Steinbrecher und Emma Götze.
 

 


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