Pressebericht

Hockeyabteilung

Aktualisiert am
Donnerstag, 01. Dezember 2016 17:57
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Bericht: Tina Paare

Foto:     Klaus Castor

Turniersieg gibt KHC-Frauen Selbstvertrauen

Hockey Team von Alex Kempf setzt sich in Konrad-Frey-Halle durch – Auch Männer im Finale – Kurzfristige Absage ärgerlich

Bad Kreuznach. Die ersten Schritte in der Halle sind gemacht und verliefen durchaus vielversprechend für die Hockeyteams des Kreuznacher HC. Beim eigenen Vorbereitungsturnier sicherten sich die KHC-Frauen den Turniersieg durch einen 2:1-Finalerfolg über den TV Schwabach. Auch die erste Männermannschaft erreichte das Endspiel in der Konrad-Frey-Halle, musste sich Vorwärts Frankfurt aber mit 2:4 geschlagen geben.

In der Gruppenphase hatten die Gastgeber noch gegen die Hessen gewonnen (5:4), auch gegen den TV Schwabach (4:3) und die zweite KHC-Garde (8:3) hatten sie die Oberhand behalten. Doch den Ergebnissen wollte Christian Winkler nicht zu viel Bedeutung beimessen. „Aussagekräftig sind die Spiele noch nicht. Zum einen hatten wir durchweg tieferklassige, wenn auch ambitionierte Gegner. Zum anderen fehlen bei uns noch Spieler“, sagte der KHC-Trainer. Er ergänzte: „Was ich sagen kann, die Jungs sind heiß und geben Gas.“ Kein Wunder, schließlich wollen sich die Bad Kreuznacher auch in ihrer zweiten Zweitliga-Saison behaupten, wenngleich die Trauben nach dem personellen Umbruch hoch hängen. Winkler nutzte das Turnier, um etliches auszuprobieren: „Es geht darum, den Jungen Spielpraxis zu geben, um zu sehen, wer bietet sich an, wen kann ich wo einbauen.“ Dabei tauscht er sich intensiv mit Klaus Fuchs, der für die zweite KHC-Mannschaft verantwortlich ist, aus. Denn es gilt, die Teams für die Hallenrunde bestmöglich aufzustellen.

Zweieinhalb Wochen lang haben sich die KHCler in Athletikeinheiten gequält, beim Turnier ging es nun erstmals aufs Spielfeld. „Die spielerischen Automatismen müssen wir uns natürlich erst erarbeiten. Aber wir haben jetzt sechs Wochen Zeit für Stocktechnik und Spielsystem“, erklärte Winkler. Das Gute ist, dass die Mannschaft bis zum Start der Zweiten Liga am 2. Dezember noch reichlich Zeit hat. Die nächsten Wochen will der Cheftrainer nutzen, um ein schlagkräftiges Team zu formen. Bis zum Rundenstart sind mehrere Trainingsspiele sowie zwei Turnierbesuche geplant. Wie der Kader genau aussehen wird, kann der Trainer noch nicht sagen, denn die Wechselfrist endet erst am 31. Oktober. Auf jeden Fall wird Sven Beringer in der Halle wieder das KHC-Trikot tragen. Doch Winkler weiß, dass Spieler wie Marco Müller, Sebastian Behr und Alex Bäsel, allesamt prägende Figuren der vergangenen Hallensaison, kaum zu ersetzen sind.

Veränderungen gibt es auch in der zweiten Mannschaft, die nach dem Abstieg in der 1. Verbandsliga wieder oben mitspielen will. „Wir müssen gucken, wie wir die Abgänge nach oben, unten und nach außen kompensieren“, sagte Fuchs. Nur zu gerne würde der Trainer mit seinem Kollektiv den Wiederaufstieg anpeilen, doch ihm ist bewusst, dass an der TSG Neustadt, die mehrere ehemalige Nationalspieler in ihren Reihen hat, nur schwer vorbeizukommen ist. Für die KHC-Zweite beginnt die Runde bereits am 13. November in Ludwigshafen. Da war das eigene Turnier ideal für eine Standortbestimmung. Gegen Vorwärts Frankfurt führten die Gastgeber bis kurz vor Schluss, kassierten dann aber noch den Ausgleich zum 5:5. Gegen den TV Schwabach setzten sie sich in der Vorrunde mit 4:2 durch, im Spiel um Platz drei durften dann allerdings die Gäste jubeln, siegten mit 5:3.

Bedauerlich für die anderen Mannschaften, aber auch für die Organisatoren war, dass zwei Teams weniger antraten als erwartet. Der MTV Kronberg hatte unter der Woche abgesagt, noch schlimmer traf den KHC das Fernbleiben der Ulmer Männer. Sie hatten am Freitagnacht eine Mail geschickt, sodass der Spielplan am Turniertag noch einmal kurzfristig umgearbeitet werden musste.

Richtig gut lief es für die KHC-Frauen, die durch den Turniersieg ordentlich Selbstvertrauen tankten. In ihrer ersten Partie gegen Vorwärts Frankfurt zeigten sie gute Spielzüge, ließen aber in der Abwehr einiges zu, sodass es am Ende 3:3 hieß. Es folgten ein 3:1 gegen den TV Schwabach und ein 4:2 gegen den SSV Ulm. Und auch im Endspiel gegen den TV waren die Gastgeberinnen erneut erfolgreich (2:1). „Schwabach ist ein Team, das voll mitgespielt hat, druckvoll war. Da haben wir gut dagegengehalten“, resümierte KHC-Trainer Alex Kempf. Allerdings war er mit der Chancenverwertung nicht immer einverstanden. Wenn es am 16. November in der Zweiten Regionalliga losgeht, sollen die Bad Kreuznacherinnen mehr Torgefahr ausstrahlen und im Abschluss effizienter sein. „Ich habe als Ziel ausgegeben, 30 Tore zu schießen. Und wir wollen oben mitspielen. Das muss das Ziel jeder einzelnen Spielerin sein“, berichtete Kempf. Der erste Schritt ist gemacht, in den nächsten Wochen soll der Feinschliff folgen.

 

Von unserer Mitarbeiterin Tina Paare
Foto Klaus Castor
Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Mittwoch, 26. Oktober 2016, Seite 13

 

 

 

 

 


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