Pressebericht

Hockeyabteilung

Aktualisiert am Freitag, 22. Januar 2016 14:04 Webmaster

Bericht: Olaf Paare
Foto: 
   Klaus Castor

Vizemeisterschaft ist kein gutes Omen

Bad Kreuznach. Im Eiskunstlaufen würde man es Schaulaufen nennen: Ohne Druck vor einem fantastischen Publikum noch einmal seine besten Leistungen abrufen. Der Kreuznacher HC, der sich längst den Klassenverbleib gesichert hat, bestreitet in der Zweiten Hockey-Bundesliga ein Doppel-Heimspiel-Wochenende. Am Samstag empfängt das Team um 14 Uhr die HG Nürnberg und am Sonntag um 11 Uhr den designierten Meister, den HC Ludwigsburg. Austragungsort ist jeweils die Jakob-Kiefer-Halle.

"Sicher ist die Anspannung nicht mehr so extrem vorhanden, weil wir durch sind, aber wir wollen trotzdem versuchen, die Partien zu gewinnen. Das Wichtigste für mich ist aber, dass da zwölf KHCler auf dem Feld stehen, die Bock haben, gutes Hockey zu spielen, und als Team auftreten. Der Rest kommt dann von alleine", sagt KHC-Trainer Markus Hippchen. Egal, wie die beiden Heimpartien und das Abschlussspiel eine Woche später in Erlangen ausgehen, der KHC hat eine außergewöhnliche Runde gespielt und strebt nun die Vizemeisterschaft an. "Ich weiß gar nicht, ob das anstrebenswert ist. In den vergangenen zwei Jahren wurde der Aufsteiger immer Vizemeister und geriet im Jahr darauf in Abstiegsgefahr. Die Erlanger dürfte es dieses Mal sogar erwischen. Platz zwei scheint kein gutes Omen zu sein", berichtet der KHC-Coach.

Die Leistung seiner Jungs nötigt ihm großen Respekt ab. Er betont: "Das Besondere war, dass wir nach einem enttäuschenden Start eine solche Entwicklung genommen haben. Mit einem guten Auftakt im Rücken lässt es sich leicht spielen. Wir haben aber am ersten Wochenende nur einen von sechs möglichen Punkten geholt und sind dann durchgestartet. Das ist die eigentliche Top-Leistung der Saison." Der Knackpunkt war sicher die Partie in Nürnberg. Dort drohte im dritten Saisonspiel eine erneute Enttäuschung, der KHC lag schnell deutlich zurück, doch er kämpfte sich in die Partie und ihm glückte in den Schlusssekunden durch Alex Cunninghams Geniestreich ein Siegtor, das die Last von den KHC-Schultern nahm. Anschließend lief es wie am Schnürchen. Es folgten drei Siege aus vier Spielen, nur die verlustpunktfreien Ludwigsburger erwiesen sich als übermächtig.

Sie holten aus sieben Spielen sieben Siege und stehen "vollkommen verdient an der Spitze", wie es Hippchen anerkennend ausdrückt. Warum sind die Baden- Württemberger in dieser Saison so stark? Hippchens Analyse: "Sie haben ihre sonst üblichen Scharmützel mit den Gegnern und Schiedsrichtern abgestellt, haben sich komplett unter Kontrolle und ziehen ihr Ding mit ihren starken Einzelspielern durch." Zudem zeigte sich der HCL eiskalt. "Du machst einen Fehler und schon knallt's", weiß Hippchen. Das heißt im Umkehrschluss: Der KHC muss am Sonntagmorgen Fehler minimieren, klare Aktionen machen, Abschlüsse suchen und sich dann wieder defensiv formieren. Vielleicht profitieren die Bad Kreuznacher sogar davon, dass auch die Anspannung bei den Ludwigsburgern gewichen ist und eine durchfeierte Nacht hinter dem Gegner liegt. Gewinnt der HCL am Samstag in Rüsselsheim, ist er Meister und wird den Bundesliga-Aufstieg gebührend bejubeln. Verlieren die Ludwigsburger dagegen am Samstag und gewinnt der KHC gegen die Nürnberger, könnte es in Sachen Meisterschaft noch einmal spannend werden. Das Gedankenspiel erscheint angesichts der Ludwigsburger Dominanz aber äußerst unwahrscheinlich und würde beim Schaulaufen nur unnötigen Druck aufbauen...

Die personelle Situation beim KHC ist nahezu unverändert. Der zuletzt erkrankte Kevin Dörfler kehrt in den Kader zurück. Am Sonntag steht noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Sebastian Behr, der im Rahmen seines Studiums vor wichtigen Klausuren steht und eventuell aussetzt. Eine Entscheidung darüber wird am Samstagabend gefällt. Olaf Paare

 

 


Bildunterschrift:
Partystimmung in der Jakob-Kiefer-Halle:
Die Heimspiele des KHC in der Zweiten Bundesliga sind stets gut besucht, und die Fans unterstützen ihr Team großartig. Am Wochenende gibt es zwei weitere Gelegenheiten, das KHC-Team zu bewundern.
Foto: Klaus Castor


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