Der Tag danach: Meistermacher Hippchen steigt aus |
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Hockey: Trainer des Kreuznacher HC sucht neue Herausforderung als Assistent beim
Erstligisten Rüsselsheimer RK BAD KREUZNACH. Wenn das keine Überraschung ist! Genau einen Tag nach dem Meisterstück mit dem Kreuznacher HC in der 2. Hallenhockey-Regionalliga und dem Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse, trat Markus Hippchen als Cheftrainer zurück. Aus rein persönlichen Gründen, wie er gestern Abend auf Anfrage unserer Zeitung bekräftigte. Seit
Donnerstag vergangener Woche stand seine Entscheidung fest. Die Familie wusste
es, sonst niemand. Kurz vor dem Ziel wollte Hippchen keine Unruhe in die
Mannschaft tragen. Und ihr später nicht die Meisterfete verderben. Am Tag
danach, am Sonntag, als sportlich schon alles klar war und vor dem letzten
Saisonspiel gegen den TSV Schott Mainz, informierte der 43-Jährige dann seine
Spieler und die Verantwortlichen des Clubs."Alle zeigten Verständnis, auch wenn einige Tränen kullerten", erklärte Hippchen. Das bestätigte KHC-Vorstandsmitglied Markus Rothländer uneingeschränkt. "Es gab immer ein gutes Miteinander, und schließlich war Markus permanent erfolgreich", zollte Rothländer dem scheidenden Trainer Respekt. Wer die Mannschaft nun auf die Feldsaison vorbereiten und künftig die Verantwortung tragen wird, konnte er noch nicht sagen. Zwei bis drei Namen würden gehandelt. Auf jeden Fall werde auch der bisherige Kotrainer Achim Frei weitermachen. Hippchen nimmt unterdessen eine neue Herausforderung an. Er wird beim Erstligisten Rüsselsheimer RK, der in der Halle gerade erst Dritter bei den deutschen Meisterschaften wurde, als Assistent von Trainer Stephan Decher einsteigen. "Ich möchte mich weiterentwickeln, will lernen und unter einem renommierten Trainer arbeiten", unterstrich der A-Lizenzinhaber. Insofern ist Hockeylehrer Decher genau der Richtige. In der Szene zählt der 40-Jährige zu den profiliertesten Persönlichkeiten. 2003/2004 war er die rechte Hand von Bundestrainer Bernhard Peters und vor seiner Zeit in Rüsselsheim zwei Jahrzehnte lang als Spieler und Trainer eine Säule der TG Frankenthal. "Ich werde viel von Decher profitieren", ist Hippchen sich ganz sicher. Acht Jahre lang lenkte Hippchen die Geschicke der KHC-Männer. "Zuletzt habe ich aber gespürt, dass ich die Mannschaft nicht mehr so erreiche." Deshalb betrachtet er seinen Schritt auch als Chance für beide Seiten. Im Übrigen steht fest: Hippchen bleibt ein Cluberer. "Ich werde den KHC weiter unterstützen", verspricht er und schließt eine spätere Rückkehr nicht aus. Gustl Stumpf Oeffentlicher Anzeiger vom Dienstag, 23. Februar 2010, Seite 14. |
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