Hockey: 19 Mannschaften mit insgesamt 200 Spielern beim Traditionsturnier des Kreuznacher HC
BAD KREUZNACH. Im vergangenen Jahr saß sie noch auf der Zuschauertribüne. Jetzt ist Hannah Sophie Hermann beim achten Gummibärchenturnier des Kreuznacher HC auf dem Spielfeld mit dabei. Die Zehnjährige rennt übers Hockeyfeld in der Jakob- Kiefer- Halle und strahlt übers ganze Gesicht. "Ich will immer im Sturm spielen", schießt es ihr wohl durch den Kopf, während sie ständig in Bewegung ist. Sie ist die größte Spielerin in der Mädchen- C- Mannschaft des KHC, die von Maya Eberts trainiert wird. Mit ihren langen Beinen ist sie schnell auf dem Feld unterwegs. In ihrem Interesse am Sturm ist sie das Gegenteil ihres Bruders Merlin Thomas. Der Achtjährige spielt gerne auf der Position eines Verteidigers und er spielt auch schon viel länger als seine Schwester. Früher ist die Schülerin geritten. "Da bewegt sich das Pferd und nicht ich", erklärt die Zehnjährige heute.
Bei
ihrem Turniereinsatz kann sie sich über zu wenig Bewegung hingegen nicht
beschweren. Die gegnerischen Spieler vom Karlsruher TV sind klar überlegen.
Hannah rennt immer wieder vor das eigene Tor, um die Abwehr zu unterstützen.
Dann stürmt sie wieder nach vorne, hält Ausschau nach einem Pass, den ihr das
Team zuspielt. Doch vor dem eigenen Tor drängen sich die Gegner und machen das
5:1. Laut erklingt das Gummibärchenlied - bei dem Turnier wird es für jedes Tor
gespielt und der Torschütze bekommt ein Tütchen der süßen Leckerei. Bei den 200
Spielern von 19 Vereinen werden an einem Wochenende gut 400 Tütchen verteilt.
Überhaupt dreht sich alles um die Fruchtgummis. Jede Mannschaft erhält zum
Abschluss einen Gummibärchenpokal, die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren
schätzen die Anzahl der Bären, die in einem Pokal aufbewahrt werden und
vertilgen Kuchen in Bärchenform. Wenn sie nicht spielen, sind die Teilnehmer mit
einem Quiz beschäftigt, am Abend steht eine Kinderparty auf dem Programm.
Hannah verschwendet auf dem Spielfeld keinen Gedanken an die Freizeitangebote. Sie ist voll konzentriert, schaut sich immer wieder um und sucht nach einer Teamkollegin, von der sie angespielt werden kann. Doch auf ihrer Stürmerposition steht sie die meiste Zeit vollkommen allein. Die Karlsruher drängen sich vor dem Kreuznacher Tor und sind ständig im Ballbesitz. 1:9 verlieren Hannah und ihre Teamkolleginnen das Spiel. Doch bereits in einer Stunde steht die nächste Begegnung an. Bis dahin geht Hannah erst einmal einen Bärchenkuchen essen - Verschnaufpause. Kirsten Fitzke

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