Pressebericht

Hockeyabteilung

Aktualisiert am Dienstag, 12. Juli 2016 15:54 Webmaster

Bericht: Tina Paare
Foto:     Klaus Castor

Nachschlag von Olaf Paare: Abstieg des KHC war völlig unnötig

Es ist noch nicht lange her, da habe ich an dieser Stelle den Kreuznacher HC gelobt, weil er sich in der Zweiten Hallen-Bundesliga toll verkauft und Werbung für den Hockeysport gemacht hat. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich nur wenige Monate später die Keule rausholen und schimpfen muss.

Der Abstieg aus der Freiluft-Regionalliga war völlig unnötig. Von Platz drei aus sind die Bad Kreuznacher in die ausstehenden Spiele im Jahr 2016 gestartet. Mit dem Rückenwind aus der Halle hätte der Klassenverbleib ein Kinderspiel werden sollen. Das dachten wohl auch die meisten Spieler. Trainings- und vor allem die Spielbeteiligung ließen zu wünschen übrig. Für einige waren nach der Fokussierung auf die Zweite Liga nun eben andere Dinge wichtiger als das Hobby Hockey. Alleine sechs Leistungsträger fehlten bei den beiden Touren nach München, bei denen bereits alles in trockene Tücher hätte gebracht werden können. Zudem brachen wichtige Hallen-Spieler im Feld weg - zunächst durch Vereinswechsel, dann aus beruflichen Gründen. Bei allem Respekt vor dem Teamgedanken: Ein Sebastian Behr ist einfach nicht zu ersetzen. Mit dem früheren Junioren-Nationalspieler steht und fällt der sportliche Erfolg des KHC. So entwickelte sich aus vielen Gründen eine Talfahrt, die nicht mehr zu stoppen war.

Erfolgstrainer Markus Hippchen, der den KHC in 13-jähriger Arbeit bis in die Zweite Liga geführt hat, geht somit als Absteiger. Er sagt zwar, dass ihn das persönlich nicht berühre. Doch es bleibt ein Makel. Er hat seit Wochen gebetsmühlenartig auf die Abstiegsgefahr hingewiesen, ist auf Distanz zur Mannschaft gegangen. Hippchen wurde nicht erhört, genutzt haben seine Maßnahmen wenig.

Wie geht es nun weiter? In der Haut der Vereinsverantwortlichen möchte ich nicht stecken. Sie müssen einen Trainer finden, der das Zeug dazu hat, die Mannschaft im Feld sofort wieder nach oben zu führen und in der Halle in der Zweiten Liga zu etablieren. Das muss ein sportlicher Fachmann sein. Experten wachsen aber nicht auf Bäumen. Zudem sind die Fußstapfen riesig, Hippchen war mehr als ein Trainer. Er hat die Aufgabe gelebt, war 13 Jahre lang ein Glücksfall für den KHC - trotz des Makels Abstieg.

E-Mail an den Autor: olaf.paare@rhein-zeitung.net

 


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